RCDS wählen- für eine ideologiefreie und pragmatische Hochschulpolitik!



Unsere Forderungen für den StuRa und Senat

a. Digitalisierung - auch nach Corona
Kein „back to normal“- Corona bietet auch Chancen. Die Digitalisierung kann viele Probleme lösen. So können Studenten beispielsweise momentan von überall aus ihrem Studium nachgehen. Dies könnte in Zukunft zur Entlastung der Wohnungssituation in Universitätsstädten führen, da auch für Studenten eine Wohnung außerhalb der Stadt praktikabler wird. Daher fordern wir:

Vorlesungen zusätzlich auf moodle hochladen! Dass die Professoren lieber in vollen Hörsälen in Kontakt und Diskurs mit ihren Studenten treten ist verständlich und legitim. Jedoch sollten auch nach Corona Vorlesungen aufgezeichnet und auf moodle hochgeladen werden. So ist der Student flexibler und kann nach seinem individuellen Plan lernen. Nicht jeder ist um 9 Uhr morgens aufnahmefähig. Wir sollten daher die momentane Chance nutzen, und für mehr Flexibilität im Studium sorgen.

Die Universität sollte daher ihre Online-Inhalte ausbauen und die Chancen der digitalen Lehre nutzen.


b. Keine zusätzlichen Belastungen für Studenten
Die Corona-Krise trifft auch Studenten hart! Vor der Krise gingen rund zwei Drittel der Studenten einem Nebenjob nach, häufig als geringfügig Beschäftigte in der Gastronomie. Laut Umfrage haben rund 40% ihren Job verloren und in der Regel haben Studenten keine Rücklagen, sondern leben von Gehaltscheck zu Gehaltscheck. Daher fordern wir keine zusätzlichen Belastungen für Studenten.

Studenten zahlen einen ebenso hohen Rundfunkbeitrag wie Erwerbstätige, obwohl sie meist wenig Einkommen haben oder von ihren Eltern unterstützt werden. Nur wer BAföG bekommt kann sich von dem Rundfunkbeitrag befreien lassen. Wer jedoch kein BAföG bekommt, zahlt Rundfunkgebühren in Höhe von 17,50 € im Monat. Dies ist eine unzulässige Ungleichbehandlung, da manche Studenten nur knapp kein BAföG beantragen können, dann aber doch die erheblichen Kosten von 210 € jährlich zahlen muss. Daher fordern wir keine oder ermäßigte Rundfunkbeiträge für Studenten.

Die Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) für Lebensmittel wurde von 19 auf sieben Prozent gesenkt. Dies soll auch bei uns Studenten ankommen, daher fordern wir eine Senkung der Mensenpreise um diesen Prozentsatz.

Die Soforthilfen und Überbrückungskredite müssen dringend nachgebessert werden! Die momentane Lösung ist nicht akzeptabel. Bei der Soforthilfe für Studenten beträgt die maximale Höhe 500 €. Diese werden mit dem Kontostand am Tag vor der Antragsstellung verrechnet. Bei einem Kontostand von 350 € erhält der Student also maximal 150 €. Wer jedoch in weiser Voraussicht gespart oder mehr gearbeitet hat, und so mehr als 500 € auf dem Konto hat, bekommt nichts.

Wir brauchen zinslose Studienkredite, keine Überbrückungskredite. Momentan wird lediglich die Zinszahlung in der Auszahlungszeit bis März 2021 ausgesetzt. Dies kann keine Lösung sein, da viele Studenten erst nach dem Studium das nötige Geld verdienen werden, um ihren Kredit ganz zurückzuzahlen. Daher fordern wir zeitlich beschränkte, zinslose Kredite, die ohne viel bürokratischen Aufwand beantragt werden können.


c. Faires Studium-trotz Corona
Um auch jetzt ein faires Studium gewährleisten zu können, muss gehandelt werden.

Viele Studenten nehmen lange Wege zur Bibliothek auf sich, um dann keinen Platz mehr zu bekommen. Dies ist besonders aufgrund der momentan niedrigen Anzahl von Plätzen aktuell. Daher fordern wir eine digitale Bib-Ampel, die jederzeit die Anzahl von freien Plätzen in der Bibliothek anzeigt.

Viele Studenten sind im Ungewissen über den Ablauf ihres Studiums. Mangelnde Kommunikation des Rektorats und teilweise der Fakultäten muss aufhören!

Die Wohnheime sind teilweise veraltet und viele Studenten bekommen erst gar keinen Platz. Dies ist besonders aufgrund des schwierigen und teuren Wohnungsmarktes in Heidelberg und Umgebung wichtig. Studenten haben meist wenig Einkommen oder werden von ihren Eltern unterstützt. Sie sind also nicht in gleichem Maße wettbewerbsfähig auf dem Wohnungsmarkt. Dies muss durch mehr Wohnheimplätze ausgeglichen werden. Auch sind die Wohnheimplätze teilweise in desolatem Zustand, weshalb eine bessere Instandhaltung notwendig ist.

Unsere Forderungen für den Fakultätsrat Jura

a. Beck-Online Zugang- auch nach Corona
Die Freischaltung des Beck-Online Zugangs für Studenten während Corona hat dem Studium sehr geholfen. Studenten, die andernfalls ohne Materialien für Hausarbeiten und Klausuren dagestanden hätten, konnten so auf eine ganze digitale Bibliothek zugreifen. Dieser Zugriff entlastet die Bibliothek und das juristische Seminar, da Studenten so vieles digital erledigen können. Dies sollte auch nach Corona bestehen bleiben. Daher fordern wir die dauerhafte Gewährleistung des Beck-Online Zugriffs für Studenten.


b. Möglichkeit des Bachelors nach dem 6. Semester
Viele Studenten haben Angst, das Staatsexamen nicht zu schaffen und dann nach neun oder zehn Semestern keinen Abschluss in der Hand zu haben. Die hohen Durchfallquoten im ersten Staatsexamen tun ihr Übriges. Daher fordern wir die Möglichkeit eines Bachelors nach dem sechsten Semester! So stehen Studenten, die diese Möglichkeit nutzen, nach dem nicht bestandenen ersten Staatsexamen, nicht vor dem Nichts. Zwar sind ihnen klassische juristische Berufe verschlossen, jedoch können sie einen Master in einem anderen Gebiet absolvieren. So müssen diese Studenten nicht wieder bei Null anfangen und einen Bachelor machen. Auch nimmt diese Möglichkeit vielen ein wenig Angst vor dem Staatsexamen, und so schreiben sie eventuell bessere Staatsexamina.


c. Fächerübergreifende Zertifikate
Auf dem modernen juristischen Arbeitsmarkt werden fächerübergreifende Einblicke und Kompetenz immer mehr gefordert und gesucht. Denn Kompetenzen in zukunftsweisenden Bereichen wie Informatik, Wirtschaftswissenschaften oder Technologie sind schon lange in der täglichen Arbeitswelt angekommen. Darum wollen wir, dass Studenten einen Rahmen bekommen, in dem sie gezielt ihre Interessen vertiefen und juristische Spezialkenntnisse mit fächerübergreifendem Fachwissen verbinden können. Dabei geben wir uns nicht mit lediglich einer weiteren Schlüsselqualifikation zufrieden, sondern fordern eine Bescheinigung in Form von Zertifikaten, die auch im Bewerbungsverfahren Gewicht haben. Dies erfordert aus unserer Sicht eine enge Kopplung mit einem „Partnerfach“, in welchem man die Möglichkeit hat, über mehrere Semester an ausgewählten Veranstaltungen aus dem Veranstaltungskatalog dieses jeweiligen Fachs teilzunehmen. Dies soll von der Juristischen Fakultät durch juristische Lehrveranstaltungen aus dem jeweiligen Themenfeld flankiert und durch ein Zertifikat mit einer Abschlussnote unter Aufführung der absolvierten Veranstaltungen belegt werden. Der RCDS fordert dabei Zertifikate insbesondere für die folgenden Bereiche:

1. Informatik: Informatik und IT-Recht bestimmen die Arbeitswelt von immer mehr Juristen. Es ist an der Zeit, in diesem Bereich vertiefende Spezialisierung zu bieten und diese durch praktische Kompetenzen wie z.B. Programmiersprachen zu ergänzen.

2. Wirtschaftswissenschaften: Wirtschaftsrecht ist nach wie vor ein beliebtes juristisches Fachgebiet, dessen Verständnis durch die Kombination mit wirtschaftswissenschaftlichen Veranstaltungen maßgeblich verbessert werden kann.

3. Technologie: Neue Technologien sind in aller Munde. Hier fordern wir, dass ein Angebot geschaffen wird, bei dem man sich z.B. im Bereich von Umwelt-technologien und Umweltrecht spezialisieren kann.

4. Philosophie: Rechtsphilosophische und rechtssoziologische Veranstaltungen haben in Form einiger Grundlagenfächer bereits Einzug in die juristische Ausbildung gefunden. Wir fordern Möglichkeiten, die einen weiteren Einblick in dieses Themenfeld erlauben

Für weitere Themenbereiche sind wir offen und würden uns freuen, auch Eure Vorschläge in die Diskussion in den Fakultätsrat einzubringen!